2021

Kollision kostete Lotterer ein Podestplatz

Turbulenter Europa-Auftakt für die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft: Das spannende und ereignisreiche dritte Saisonrennen auf dem Stadtkurs in Rom, bei dem Pascal Wehrlein (GER) im Porsche 99X Electric den siebten Platz belegte und wertvolle Punkte für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team holte, war geprägt von zahlreichen Führungswechseln und Kollisionen im Kampf um die Spitze. Typisch für den turbulenten Rennnachmittag in der Ewigen Stadt war, dass das Rennen hinter dem Safety Car gestartet und schließlich auch beendet wurde.
Mit einem starken Qualifying und der zweitschnellsten Zeit im Kampf um die Super Pole sicherte sich der gebürtige Duisburger, André Lotterer, wie schon sein Teamkollege Pascal Wehrlein beim Saisonauftakt im saudi-arabischen Diriyah, einen Platz in der ersten Startreihe für das Rennen am Samstag. Auf der 3,385 Kilometer langen Strecke im Stadtbezirk Esposizione Universale di Roma konnte er diese viel versprechende Ausgangsposition allerdings nicht für ein Top-Resultat nutzen. Gleich in der ersten freien Runde nach dem Start, der wegen der teilweise noch nassen Strecke hinter dem Safety Car erfolgte, kam es durch ein missglücktes Überholmanöver zu einer Kollision mit dem Spitzenreiter. Von der Rennleitung gab es dafür eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Am Ende wurde er schließlich als Sechzehnter gewertet. Sein Teamkollege Pascal Wehrlein, als Achter gestartet, konnte im Porsche 99X Electric mit der Startnummer 99 zeitweise bis auf den vierten Platz nach vorne fahren. Er kam schließlich als Siebter ins Ziel.
André Lotterer, Porsche-Werksfahrer (#36): „Ich hatte ein gutes Qualifying und war sehr zuversichtlich für das Rennen. Nach dem Safety-Car-Start war ich hinter dem Spitzenreiter, und als der vor Kurve 7 früh bremste, wollte ich innen an ihm vorbei. Doch als er mich sah, machte er die Tür zu und es kam zur Kollision. Das ist echt traurig, denn unser Auto war schnell und wir hätten gewinnen können. Heute haben wir leider eine große Chance nicht genutzt.“

André Lotterer, der in Rom in der letzten Saison bereits zweimal auf dem Podium stand, musste das Rennen am Sonntag aus der vorletzten Reihe starten. Weil er im Qualifying zu viel Energie verbrauchte, wurde seine schnellste Runde in der Super-Pole gestrichen. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team entschloss sich daraufhin, den Antriebsstrang des Porsche 99X Electric mit der Startnummer 36 auszutauschen und damit einen Startplatz von hinten sowie eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe im Rennen in Kauf zu nehmen. Von hinten gestartet wurde Lotterer dann auf Rang 15 gewertet.
Pascal Wehrlein, der von Startplatz drei in das Rennen gegangen war, überquerte auf Rang vier die Ziellinie, wurde aber als Dritter gewertet, da der Drittplatzierte zu viel Energie verbraucht hatte und nachträglich disqualifiziert wurde

André Lotterer: „Für mich war das, wie schon in Diriyah, ein hartes Wochenende ohne Punkte. Trotzdem denke ich, dass wir auch diesmal wieder unser Potential gezeigt haben. Das Podium für Pascal ist eine Motivation für das ganze Team. Es sind Kleinigkeiten, an denen wir noch arbeiten müssen, um in Valencia um den ersten Sieg fahren zu können.“

12.04.2021 / TSP / Motorracetime.de / Bilder: Porsche / Motorracetime.de
 
   

Maximilian Götz vom AMC Duisburg e. V. zurück in der DTM
 
Ab dieser Saison startet Maximilian Götz vom AMC Duisburg wieder in der DTM. Nach erfolgreichen Jahren in der ADAC GT Masters geht es nun mit dem Mercedes-AMG Haupt Racing Team in die DTM Saison 2021. Die DTM spulte in der vergangenen Woche bei den Testtagen auf dem Hockenheimring gemeinsam die ersten Kilometer ab.

Für Maximilian Götz verliefen die DTM-Tage positiv. Auf dem Hockenheimring zeigte sich das Haupt Racing Team in beeindruckender Frühform und verbuchte sogleich einen Doppelerfolg: Im Mittwochstest erzielte Maximilian Götz (#4) bei schwierigen Wetterbedingungen, nasskalt und einer schneebedingten Unterbrechung, die Tagesbestzeit mit 1.36.590 Minuten, gefolgt von Teamkollege Vincent Abril (#5) auf Rang zwei. Auch am Donnerstag zählten Götz und Abril wieder zur absoluten Spitzengruppe. Die beiden HRT-Piloten knüpften nahtlos an die Performance des Vortages an. So sicherte sich Abril in der ersten Session des Tages die schnellste Rundenzeit (1:36.205 Minuten) aller Teilnehmer, gefolgt von Götz auf Rang vier.
Über beide Tage hinweg sammelte das Haupt Racing Team wertvolle Testkilometer für die anstehende DTM-Saison, die Mitte Juni in Monza auf dem Autodromo Nazionale di Monza ihren Auftakt feiert und insgesamt 16 Wertungsläufe umfasst. Im Rahmen der Saisonvorbereitung finden mit den Testtagen auf dem Lausitzring (4.-6. Mai) noch zwei weitere Probefahrten statt, die gleichzeitig als Generalprobe fungieren.
Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT #4: „Wir haben am Mittwoch unser Programm sehr gut abgearbeitet und konnten vor dem Schnee-Einbruch einige Kilometer auf der Rennstrecke sammeln. Da wir nicht viele Testtage haben, zählt tatsächlich jeder Meter, um genügend Daten zu sammeln und zu analysieren. Das Team hat über beide Tage einen super Job gemacht und die Zusammenarbeit mit den Jungs hat gut funktioniert. Am Lausitzring werden wir versuchen, an die starken Resultate von diesem Wochenende anzuknüpfen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wieder zurück in der DTM zu sein.“

11.04.2021 / TSP / Motorracetime.de
 
   

NLS-Saisonauftakt aufgrund von Schneefall abgesagt
  
Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Nachdem das Zeittraining am Morgen kurzzeitig aufgenommen wurde, musste es nur wenige Minuten später aufgrund einsetzenden Schneefalls mit der roten Flagge unterbrochen werden. Eine Wiederaufnahme war nicht möglich. So blieben die Rennboliden der AMC Duisburg e. V. Piloten in der Box und im Fahrerlager

Die Rennleitung machte sich nach der Unterbrechung in regelmäßigen Abständen ein Bild vom Zustand der Rennstrecke und kontaktierte unterschiedliche Wetterdienste für Vorhersagen. Daneben fanden Gespräche mit den Fahrersprechern und der Reifenindustrie statt. Um 11:30 Uhr folgte dann die Absage: „Die aktuellen Streckenverhältnisse lassen eine sichere Durchführung des Rennens nicht zu. Zudem ist für den Nachmittag keine deutliche Wetterbesserung in Aussicht“, sagte Rennleiter Frank Taller.
Für Maximilian Götz war zu diesem Zeitpunkt bereits alles gelaufen. Nach einem Trainingsunfall von Daniel Juncadella am Freitag im Streckenbereich Schwalbenschwanz war der gelbe AMG Mercedes GT3 vom Team GetSpeed bei dem Anprall so stark beschädigt worden, dass er am vierstündigen Rennen nicht teilnehmen kann. Meldungen über Personenschäden gibt es nicht.

„Es ist natürlich schade, dass das Rennen abgesagt wurde. Uns trifft es jedoch nicht so hart, da wir auf Grund des Unfalls von Juncadella nicht hätten starten können“, so Maximilian Götz nach Bekanntgabe der Rennabsage.

„Die Testfahrten am Freitag verlief viel versprechend. Unser Clio hat heute gar nicht die Boxengasse gesehen weil die Startampel schon wieder auf Rot war“, so Michael Bohrer zum Renntag.
Das zweite Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie, das NIMEX 45. DMV 4-Stunden-Rennen, findet am 17. April 2021 statt.

28.03.2021 / CS / Motorracetime.de
   

AMC-Piloten starten in die Rennsaison 2021
  
Die Nürburgring Langstrecken-Serie startet mit einem großartigen Teilnehmerfeld in die Saison 2021. 146 Fahrzeuge haben für die 66. ADAC Westfalenfahrt am 27. März 2021 ihre Nennung abgegeben. Dabei ist alles, was Rang und Namen hat, genauso wie eine handvoll Überraschungen. Leider sind auch in diesem Jahr bis auf weiteres Zuschauer an der Rennstrecke aufgrund der Pandemie ausgeschlossen.

Mit an dem Start sind auch die Piloten des AMC Duisburg e. V.. Maximilian Götz wird das Rennen im Mercedes AMG GT3 für das Team Mercedes-AMG GetSpeed mit der Startnummer 2 (Klasse SP9) bestreiten. Seine Teamkollegen sind Raffaele Marciello, Fabian Schiller und Daniel Juncadella. „Wir kommen gut vorbereitet in die Eifel und wollen um den Gesamtsieg fahren“, so Maximilian Götz. In der gleichen Klasse startet Lance David Arnold. Zusammen mit Sven Müller bestreiten sie das Rennen auf einem Porsche 911 GT3 R mit der Start-Nr. 3 vom Team Falken Motorsports.

Mit einem neuen Team bestreitet Michael Bohrer die Saison 2021. Mit dem Team X85 Racing setzen sie auf den bewährten Renault Clio RS Cup. Mit ins Lenkrad greifen werden Gerrit Holthaus (Teamchef) und Marc Wylach. Wie in der vergangenen Saison geht es wieder um Klassensiege in der Klasse H2 und gute Plätze in der Gesamtwertung.

Michael Bohrer: „Ich wünsche mir, dass trotz der noch schwierigen Umstände im Motorsport, bedingt durch die Pandemie, genügend Mitstreiter in der Klasse antreten, um genügend Punkte zu sammeln. Noch größer ist der Wunsch wieder die Fans rund um die Nordschleife und im Fahrerlager zu sehen. Wir blicken zuversichtlich auf die Saison und werden unser Bestes in der Grünen Hölle geben, ich bin Gerrit für die Chance, weiterhin mit dem Clio auf der schönsten Rennstrecke der Welt zu fahren, sehr dankbar!“

Das Team Max Kruse Racing setzt an diesem Wochenende gleich zwei VW Golf GTI TCR ein. Mit der Start-Nr. 10 geht Teammitbesitzer Benjamin Leuchter an den Start. Bestreiten wird er das Rennen mit Andreas Gülden und Mathias Wasel. Auch hier in der Klasse SP3T geht es um den Klassensieg und eine gute Platzierung in der Gesamtwertung. Im zweiten Golf GTI TCR mit der Nr. 333 sitzen Frédéric Yerly und Tom Coronel.

Die 66. ADAC Westfalenfahrt startet am Samstagmittag pünktlich um 12 Uhr über die Distanz von vier Stunden. Zuvor werden im Zeittraining von 08:30 bis 10:00 Uhr die Positionen in der Startaufstellung ausgefahren.

25.03.2021 / CS / Motorracetime.de
   
   

Siegerehrung des AMC Duisburg e. V. 1950 im DMV

Auf Grund der Coronabestimmungen konnte in diesem Jahr die Clubfeier des AMC Duisburg e. V. 1950 im DMV nicht im Clublokal des DSV 98 stattfinden. Aus diesem Grund machte sich Thomas Simon (Vorstand Presse und Finanzen) auf den Weg, den Teilnehmern den verdienten Pokale zu überreichen.

In der letzten Saison waren die aktiven Piloten des AMC Duisburg ausschließlich auf der Rundstrecke unterwegs. In der Gesamtwertung ging es bis zum letzten Rennen spannend zu.
 
Gesamtsieger bei der Automobil Rundstrecke wurde der Mercedespilot Maximilian Götz (Bild: links), der seine Rennen bei der ADAC GT Masters, GTC Race und beim 24h-Rennen bestritt und 161,21 Punkte einfahren konnte. In dieser Saison wird der Mercedeswerkspilot wieder in der DTM starten. Zweiter wurde Kenneth Heyer mit 119,46 Punkten. Auf einem Mercedes GT3 bestritt er Rennen zur VLN, 24h und dem GTC Race. Rang drei ging an Benjamin Leuchter der zusammen mit Max Kruse das Wolfsburger Produkt VW Golf GTI mit dem eigenen Team Max Kruse Racing einsetzt. Bei den Rennen zur VLN und der DMV National Endurance Series (NEC) konnte Leuchter 99,41 Punkte einfahren.
Michael Bohrer (Bild: rechts), der ausschließlich Rennen der VLN bestritt, konnte bei allen Rennen mit dem Renault Clio in der Klasse H2 auf das Siegerpodest fahren und sich Klassensiege sichern. Mit 92,69 Punkten, knapp hinter Leuchter, belegte er den vierten Rang in der AMC – Meisterschaft. In der kommenden Saison wird er wieder bei der VLN bzw. NLS starten, allerdings mit einem neuen Team (X85 Racing). Zum Einsatz kommt wieder ein Renault Clio III RS. Seine Fahrerkollegen sind Geritt Holthaus und Marc Wylach.
Rang fünf ging an Johannes Georg Kreuer (Bild: rechts) der mit seinem knallgelben Donkervoort D8R bei der Spezial-Tourenwagen-Trophy, kurz STT startet. Er konnte 40,21 Punkte auf sein Konto verbuchen. In der kommenden Saison wird er wieder bei der STT starten. Zusammen mit dem ADAC Race Weekend wird er an fünf Rennwochenenden an den Start gehen.

11.03.2021/ YB /motorracetime.de
   

André Lotterer startete in die Formel E Weltmeisterschaft
 

Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft startete am 26. und 27. Februar mit zwei Nachtrennen in die neue Saison. Austragungsort ist Diriyah in Saudi-Arabien. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team setzt auf dem 2,495 Kilometer langen Kurs nahe der Hauptstadt Riad zwei Porsche 99X Electric mit dem Duisburger Piloten André Lotterer (Start-Nr. 36) und Pascal Wehrlein (Start-Nr. 99) ein.

Für André Lotterer verlief der Start in die neue Rennsaison nicht optimal. Der Routinier startete das Rennen als Siebter des Qualifyings. Wegen eines Reifenschadens musste er mit seinem Porsche 99X Electric in der Schlussphase an die Box und fiel dadurch zurück. Das Rennen eins beendete er dann auf Rang sechzehn. Teamkollege Wehrlein kam auf Platz fünf ins Ziel. Zwei Safety-Car-Phasen in der Schlussphase verhinderten seinen Angriff auf die Spitze.

André Lotterer, Porsche-Werksfahrer (#36): „So hatte ich mir mein erstes Rennen der neuen Saison nicht vorgestellt. Der Porsche 99X Electric fühlte sich wie schon im Training und Qualifying gut an, aber bei der Performance müssen wir noch zulegen. Dazu bin ich dann wohl auch noch über ein Teil gefahren, das auf der Strecke lag, so dass ich mit einem defekten Reifen an die Box musste. Auch wenn ich heute keine Punkte geholt habe, bin ich für das Rennen am Samstag trotzdem zuversichtlich.“
Auch am Folgetag war das Glück nicht auf Lotterers Seite. Nach einem Unfall auf einem schnellen Streckenabschnitt im freien Training musste sein Porsche 99X Electric neu aufgebaut werden. Das war bis zum Qualifying nicht zu schaffen, so dass er das 45-Minuten-Rennen (plus eine Runde) aus der Boxengasse in Angriff nehmen musste. Fünf Positionen konnte er auf der Strecke gut machen – und profitierte ebenfalls nachträglich von den von der Rennleitung verhängten Zeitstrafen. Weil nach mehreren Unfällen Fahrzeugteile auf der Strecke lagen, wurde das Rennen kurz vor Schluss abgebrochen. André Lotterer wurde auf Platz elf gewertet, Teamkollege Wehrlein belegte Platz 10.

André Lotterer,: „Schade, dass wir heute nicht zeigen konnten, welche Fortschritte wir im Vergleich zur Vorsaison gemacht haben. Für mich war es leider ein Wochenende zum Vergessen. Gestern eine Schraube im Reifen, heute der Unfall im freien Training, so dass ich das Qualifying auslassen musste. Großer Dank an meine Crew, die das Auto rechtzeitig zum Rennen repariert hat. Jetzt kann es in Rom nur besser werden.“

02.03.2020 / TSP / Motorracetime.de / Bilder: Porsche / Motorracetime.de
   

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