Robert Lünsmann

Motorsport Lebenslauf von Robert Lünsmann
 
1970 fing alles an. Bei einem Automobil Slalom nahm ich mit meinem VW Käfer zum ersten Mal an einer Motorsport Veranstaltung teil. Das gefiel mir und ich wechselte mein Fahrzeug. Ab sofort fuhr ich auf Opel Ascona 1900 SR in einer höheren Klasse. 1975 ging es dann richtig los. Fahrzeug Wechsel auf Renault Alpine A110 in die verbesserte Klasse. Bei Automobil Slalom Veranstaltungen in ganz NRW nahm ich teil und feierte auch zahlreiche Erfolge.
 
In Zolder folgte 1980 mein 1. Rundstreckenrennen, wobei ich den 3. Platz belegte. Diese Platzierung gab den Ausschlag, dass ich mich für 1981 in den Renault 5 Pokal einschrieb. Mit Hänger und einem alten Opel als Zugfahrzeug machte ich mich auf den Weg zum ersten Rennen nach Hockenheim. Als schnellster Rookie wurde ich als 9. von 50 Fahrern im Zeittraining abgewunken. Im nachfolgenden Rennen war ich an 6. Stelle in einen Unfall verwickelt und beendete mein erstes Rennen als 21. im Renault 5 Pokal. Über die Saison gesehen hatte ich einige Höhen und Tiefen zu durchleben, aber, so stellte ich mir Motorsport vor. Reparaturen und Karosseriearbeiten wurden mit Clubfreunden in meiner Garage gemacht. Bei den Flugplatzrennen hatte ich meine ersten nennenswerten Erfolge. Diepholz und Wunstorf wurden zu meinen Lieblings Strecken. Als Privatfahrer musste ich leider 1982 eine Pause einlegen und fuhr nur ein Rennen im VW Golf Cup in Zolder.
 
1983 dann wieder im Renault 5 Pokal als eingeschriebener Teilnehmer dabei. Leider erlitt ich am Nürburgring einen Totalschaden am Auto. Vom 11. Trainingsplatz war ich auf den 6. Platz gefahren. Dann, kurz vor Start und Ziel passierte es. Ich kam von der Strecke ab, überschlug mich mehrmals und kam im alten Fahrerlager zum Stehen. Das war der schwerste Unfall in der Geschichte von 10 Jahren Renault 5 Pokal, wodurch ich große Bekanntheit erlangte. Nach Neuaufbau eines Renault 5 ging es bis 1990 weiter im R5 Pokal mit viel Spaß und Ehrgeiz. Im letzten Rennen im Schleizer Dreieck belegte ich den 2. Platz im 1. Zeittraining. Leider musste ich das 2. Zeittraining vorzeitig abbrechen. An meinem Auto stimmte etwas nicht. Vom 13. Platz aus startete ich ins Rennen vor 250.00 Zuschauern und wurde leider in der 2. Runde nach Verbesserung auf den 8. Platz in einen Unfall verwickelt. Ein Stoßdämpfer ist gebrochen und ich musste das Rennen wegen technischen Defekt beenden.
 
1991 wurde der Renault 5 Pokal durch den Clio-Cup ersetzt. Ich gründete als Teamchef und Fahrer zusammen mit Peter John das Kehl Racingteam. Als Mechaniker begleiteten uns Peter Zwanzig und Torsten Hähnchen. Erfolgreiche Jahre folgten im Clio Cup. Eine eigene Fangemeinde am Nürburgring gründete sich. 1993/94 fuhr ich im Urs Eberle Team. Direkt im ersten Jahr belegte ich den 6. Gesamtplatz im Cup sowie einen 1. Platz beim Flugplatzrennen in Ahlhorn.
 
Mit meinem Renault Megane nahm ich auch noch am Megane-Cup am Nürburgring teil. Meine beste Platzierung dort war ein 11. Platz. Konnte ich doch wegen Trainingsunfall nur vom 36. Startplatz starten.
 
Insgesamt habe ich fünfmal am 24h-Rennen Nürburgring mit meinem Renault Clio teilgenommen. Die besten Platzierungen waren zweimal der 4. Platz und einmal der 5. Platz jeweils in der Klasse bis 2 Liter Hubraum mit über 40 Starter. Mein bestes Gesamtergebnis bei den 24h-Rennen war der 38. Platz von 210 Startern. Sporadisch bin ich auch noch in der SP3 bei der VLN-Langstrecke Nürburgring mit meinem langjährigen Freund Harald Leppert gefahren. Eine Freundschaft die schon 38 Jahre besteht, dank Renault 5 Pokal. Hier kann ich auf mehrere dritte, vierte und fünfte Plätze zurückblicken.
 
Ein Unfall wegen einer gebrochenen Bremsscheibe beendete 2008 meine aktive Rennsportzeit. Beim VLN Rennen Nürburgring überschlug ich mich mehrfach mit meinem Clio 3 im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz. Das war es.
 
Heute bin ich 1. Vorsitzender des AMC Duisburg 1950 e.V. dem ich seit über 40 Jahren angehöre und Organisator der Oldtimertreffen auf der Dreieckswiese im Sportpark Duisburg.
 
Mit sportlichen und freundlichen Grüßen
 
Robert Lünsmann

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